Am Wochenende fanden in Pfaffenhofen an der Ilm die Bayerischen Zehnkampfmeisterschaften in der Altersklasse U18 statt. Franz Georg Weber vom TSV 1899 Partenkirchen nahm als einziger Mehrkämpfer aus dem Landkreis teil. Er galt auf Grund seiner Vielseitigkeit als einer der Favoriten. Die 10 Disziplinen 100m, Weitsprung, Kugelstoß, Hochsprung, 400 m am 1. Tag und 110 m Hürden, Diskus, Stabhochsprung, Speerwurf und 1500 m am 2. Tag müssen allerdings gut vorbereitet worden sein. Dies ist in Garmisch-Partenkirchen sehr schwierig, da während des Winters, wegen fehlender ordentlicher Turnhallen so gut wie kein Training möglich ist. Er musste somit mit seinem Trainer nach München in die Lindehalle fahren. Während des Ostertrainingslagers, im Raum Ravenna/Italien, konnte er sich auch erstmals wieder im Freien auf die einzelnen Disziplinen vorbereiten. Der erste Wettkampftag begann etwas zäh, obwohl zwei Bestleistungen geschafft wurden. Seine Leistungen im Einzelnen: 100m in 11,63 sec, Weitsprung 5,96m, Kugelstoß 12,16m, Hochsprung 1,70m und 400m in 54,00 sec. Dies ergab insgesamt 3103 Punkte und den 3. Platz für den 1. Tag. In Führung lagen Daniel Herzog vom TSV 1880 Wasserburg mit 3442 Punkten und Jonathan Federle von der LG Donau Ries mit 3207 Punkten. Auf Platz 1 mussten somit 339 Punkte aufgeholt werden. Der 2.Tag begann mit den 110 m Hürden. Diese Disziplin beherrscht Daniel Herzog und gewann sie auch in 14,81 sec vor Franz Georg mit 14,90 sec. Damit vergrößerte er den Vorsprung auf Franz Georg auf 350 Punkte. Doch nun begann die Aufholjagt. Die folgenden Disziplinen gewann der Partenkirchner mit neuen Bestleistungen. Den Diskus mit 38,70m, den Stabhochsprung mit 3,90m, den Speerwurf mit 50,33m und den 1500m Lauf in 4:54,27min. Zum Schluss gewann Franz Georg Weber sogar überlegen mit 6379 Punkten und einem Vorsprung von 207 Punkten auf den zweiten Daniel Herzog. Er hat somit in den letzten vier Disziplinen 557 Punkte gutgemacht.
Franz Georg Weber betreibt die Leichtathletik erst seit drei Jahren. Zuvor war er ein sehr guter Alpin Skiläufer. Sein Trainer, Peter Gnilka, konnte ihm, trotz der kurzen Übungszeit, verhältnismäßig schnell die zum Teil sehr schwierigen Leichtathletik Disziplinen beibringen. Die erzielten Ergebnisse hätten übrigens den Wert, um beim Sportabitur die Note 1,0 zu bekommen. Das heißt, wenn jemand, ob Buben oder Mädchen, einmal ein Sportabitur mit höchster Stufe schaffen will, dann sollte er oder sie sich bei Peter Gnilka, [email protected] melden. Die 1,0 würden im Abiturzeugnis für spätere Studiengänge sehr helfen.
Bericht: Peter Gnilka